
Seit Dienstag gelten in Polen staatliche Höchstpreise für Benzin und Diesel. Für viele Autofahrer aus Frankfurt (Oder) könnte sich der Weg nach Słubice damit wieder stärker lohnen – auch wenn bei der Einfuhr nach Deutschland Regeln gelten.
Seit dem 31. März gelten an polnischen Tankstellen staatlich festgelegte Preisobergrenzen. Maximal zulässig sind derzeit 6,16 Złoty pro Liter für Benzin 95, 6,76 Złoty für Benzin 98 und 7,60 Złoty für Diesel. Die Werte gelten landesweit und werden täglich neu festgelegt. Teil des Pakets sind außerdem eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe auf 8 Prozent sowie niedrigere Verbrauchsteuern.
Für die Grenzregion Frankfurt (Oder)/Słubice dürfte das schnell spürbar werden. Wer regelmäßig jenseits der Oder tankt, schaut jetzt besonders genau auf die Preise. Die polnische Regierung rechnet selbst mit sinkenden Kosten an der Zapfsäule und beobachtet zugleich, ob verstärkt Autofahrer aus dem Ausland nach Polen kommen. Ministerpräsident Donald Tusk hat zusätzliche Regeln für Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen zwar nicht ausgeschlossen, beschlossen ist bislang aber nichts.
Wichtig für Autofahrer aus Deutschland: Nach Angaben des deutschen Zolls darf Kraftstoff aus einem EU-Staat energiesteuerfrei eingeführt werden, wenn er sich im Tank des Fahrzeugs oder in mitgeführten Reservebehältern befindet. Bei Reisen innerhalb der EU werden dabei bis zu 20 Liter im Reservebehälter nicht beanstandet. Der Kraftstoff muss allerdings für das jeweilige Fahrzeug geeignet sein.
Für viele Pendler und Verbraucher aus Frankfurt (Oder) könnte Słubice damit in den kommenden Tagen wieder stärker als Tankort in den Fokus rücken. Ob es tatsächlich zu einem neuen Tanktourismus kommt, dürfte sich aber erst in den nächsten Tagen zeigen.
