
Wer in den kommenden Wochen die Grenze nach Polen überqueren wird, sollte sich weiterhin auf Kontrollen einstellen: Das polnische Innenministerium hat angekündigt, die temporären Grenzkontrollen zu Deutschland (und Litauen) mindestens bis zum 4. Oktober aufrechtzuerhalten. Betroffen sind unter anderem auch die bekannten Übergänge Słubice und Świecko.
Die Maßnahmen gelten bereits seit dem 7. Juli und waren zunächst nur bis zum 5. August geplant. Nun hat die Regierung die Kontrollen um zwei Monate verlängert. Als Grund nennt das Ministerium die angespannte Migrationslage an Polens Ostgrenze. In den vergangenen Monaten hätten sich die Routen der illegalen Migration verschoben, sodass auch die westlichen Grenzen stärker in den Fokus geraten seien.
Im Alltag der Reisenden zeigt sich das vor allem durch stichprobenartige Kontrollen. Diese finden sowohl an den ehemaligen Grenzübergängen als auch an Abschnitten der sogenannten „grünen Grenze“ statt. Im Einsatz sind neben der Grenzschutzpolizei auch Polizei, Militärpolizei und Angehörige der Territorialverteidigungskräfte (WOT).
Ob die Maßnahmen im Herbst noch einmal verlängert werden, will die Regierung im September entscheiden. Bis dahin sollten Reisende ein wenig mehr Zeit für Fahrten über die Grenze einplanen – und sich nicht wundern, wenn die Fahrt plötzlich von uniformierten Beamten gestoppt wird.
