
An der deutsch-polnischen Grenze bleibt es vorerst bei Kontrollen. Nach Angaben der EU-Kommission sind die polnischen Maßnahmen nicht nur noch bis zum 4. April 2026 erfasst, sondern bereits auch für den Zeitraum vom 5. April bis 1. Oktober 2026 angemeldet. Als Gründe werden anhaltender Migrationsdruck und Schleuserkriminalität genannt.
Für die Region Frankfurt (Oder)/Słubice bedeutet das: Pendler, Reisende und Unternehmen müssen weiter mit Verzögerungen rechnen. Polen kontrolliert nach offiziellen Angaben stichprobenartig bei der Einreise nach Polen. Auch Deutschland hält seine Grenzkontrollen aufrecht; laut EU-Kommission und Bundesinnenministerium laufen sie nun bis zum 15. September 2026 weiter.
Wichtig für den Alltag in der Grenzregion: Beim Grenzübertritt sollten Ausweis oder Reisepass stets griffbereit sein. Das Auswärtige Amt weist ausdrücklich darauf hin, dass auf beiden Seiten der Grenze weiterhin mit Verzögerungen gerechnet werden muss.
Kritik an der Dauer der Maßnahmen gibt es weiter aus der Region. Frankfurts Oberbürgermeister Axel Strasser warnte zuletzt davor, die Kontrollen zur Dauerlösung werden zu lassen, weil sie tief in das Leben der Doppelstadt hineinwirkten. Gleichzeitig meldet die polnische Grenzschutzbehörde, dass die Kontrollen unverändert fortgesetzt werden und weiterhin zu Zurückweisungen und Festnahmen führen.
